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Wulff-Trocknung

Fragen und Antworten aus der Praxis.

Wir finden immer eine Lösung.

Das sollten Sie als Kellerbesitzer wissen… Keller sind immer kälter als der Rest des Hauses. Wenn man gewisse Regeln nicht einhält, kann sich in den warmen Monaten die Feuchtigkeit absetzen und Schimmel entstehen. Grundsätzlich sollten die Fenster am Tage geschlossen bleiben, damit keine Wärme von außen eindringt. Der Grund dafür ist einfach: Warme Luft kann mehr Feuchtigkeit transportieren als kalte Luft. Sobald warme Luft in den Keller einströmt, kommt es zum Kondensatausfall, das ist die Feuchtigkeit, die von der warmen Luft getragen wird. Die Feuchtigkeit, die mit der warmen Luft transportiert wurde, kühlt jetzt ab und schlägt sich an Innenwänden, Möbeln oder anderen Gegenständen nieder. Unser Tipp: Deshalb sollten in den Sommermonaten Kellerfenster geschlossen bleiben, lüften Sie nur in der Frühe oder in der Nacht, wenn es deutlich abgekühlt ist! Fachliches: Die relative Luftfeuchtigkeit (rF) sagt aus, wieviel Prozent des maximalen Wasserdampfgehaltes die Luft im Augenblick enthält. Da der maximale Wasserdampfgehalt mit steigender Temperatur ansteigt, fällt die relative Luftfeuchtigkeit mit steigender Temperatur (umgekehrt natürlich auf!). Im kalten Keller kommt es nun an allen Oberflächen zu starker Taupunktunterschreitung. Denken Sie an eine kühle Wasserflasche, die Sie aus dem Kühlschrank holen. Was passiert? Genau, das passiert auch in Ihrem Keller. Was ist der Taupunkt? Der Taupunkt ist die Temperatur, bei der der aktuelle Wasserdampfgehalt in der Luft das Maximum ist. Ab 100% relativer Luftfeuchtigkeit regnet es, mehr kann die Luft nicht speichern = damit also in den flüssigen Aggregatzustand übergeht.   Das bedeutet bei einer üblichen Ausgangssituation: Lufttemperatur von 31,5°C Relative Luftfeuchtigkeit: 32% Absolute darin enthaltene Feuchtigkeit: 10 Gramm pro Kubikmeter Luftvolumen. Der Taupunkt von 12,7°C kann an keiner Oberfläche erreicht werden! Jedoch im Keller - bei nur 16°C Oberflächentemperatur (oder ggf. geringer), liegt die relative Luftfeuchtigkeit bereits bei 36,7% (die kühlere Luft kann nicht mehr so viel transportieren, der Taupunkt wird bereits mit knapp unter 18°C erreicht und ein beträchtlicher Teil der Luftfeuchtigkeit kondensiert an den Oberflächen. Das nennt sich Kondensatausfall und ist die Feuchtigkeitsreserve für Schimmel. Genau jetzt entsteht das Wachstumspotential für die kalte Jahreszeit! Darüber berichten wir im nächsten Blog.